Risikolebensversicherung – So sorgen Sie für den Ernstfall vor

Wer eine Risikolebensversicherung abschließt, sichert seine Liebsten gegen den eigenen Todesfall ab.Pixabay

Besonders wichtig für Selbstständige

Risikolebensversicherung – So sorgen Sie für den Ernstfall vor

Sie haben sich gerade selbstständig gemacht, zum Beispiel eine eigene Arztpraxis eröffnet oder einen Handwerksbetrieb gegründet? Dann ist das ein guter Zeitpunkt, um über den Abschluss einer Risikolebensversicherung nachzudenken. Denn damit können Sie ihre Angehörigen im Falle des eigenen Todes finanziell absichern.

Von Achim Nixdorf | Druckansicht

Leider kann es immer zu Unfällen oder schweren Krankheiten kommen, die verhindern, dass wir ein hohes Alter erreichen. Deshalb gilt: Wer seinen Partner, seine Kinder und manchmal auch seinen Geschäftspartner finanziell absichern möchte, sollte eine Risiko­lebens­versicherung abschließen.

Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach: Wenn Sie als Versicherter sterben, erhalten Ihre Hinterbliebenen einen festgelegten Geldbetrag, die sogenannte Todesfallsumme. Das ist umso wichtiger, je höher die finanzielle Belastung durch den Wegfall Ihres Einkommens ist – sei es, weil ein Immobiliendarlehen abzubezahlen ist oder weil Kinder zu versorgen sind.

Hohe Kredite, wenig Rücklagen

Gerade wenn Sie als selbstständiger Unternehmer tätig sind und zum Beispiel einen eigenen Handwerksbetrieb oder eine eigene Arztpraxis führen, sollten Sie an die Absicherung Ihrer Liebsten denken. Denn sehr wahrscheinlich haben Sie dann hohe Kredite aufgenommen, denen nur wenige Rücklagen gegenüberstehen.

Tipp: Achten Sie beim Abschluss ihrer Police darauf, dass diese auch dann vollen Versicherungsschutz bietet, wenn Sie vorrübergehend mal außerhalb Deutschlands für eine humanitäre Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen, das Rote Kreuz oder das Technische Hilfswerk tätig sind.

Nachversicherung ohne neue Gesundheitsprüfung

Idealerweise sollte Ihr Vertrag auch eine Nachversicherungsgarantie enthalten. Dann haben Sie die Möglichkeit, die Versicherungsleistung bei Eintritt bestimmter Ereignisse ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Hierzu zählen beispielsweise Heirat, Geburt eines Kindes, Erwerb einer Immobilie oder die Niederlassung in eigener Praxis.

In manchen Tarifen können Sie inzwischen außerdem ergänzende Risiken absichern. So kann zum Beispiel die Todesfallleistung bei schweren Krankheiten mit einer prognostizierten Lebenserwartung von maximal zwölf Monaten vorgezogen werden.

Was kostet eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung ist eine vergleichsweise günstige Todesfallabsicherung. Das liegt vor allem daran, dass kein Vermögen aufgebaut wird. Läuft der Vertrag aus, wird kein Geld ausbezahlt. Die vereinbarte Leistung fließt also nur im Todesfall.

Der Beitrag hängt grundsätzlich von der gewählten Versicherungssumme, der Laufzeit und Ihrem Gesundheitszustand ab. Dabei gilt: Je jünger der Versicherungsnehmer, desto günstiger kann die Versicherung abgeschlossen werden. Die Laufzeit sollte mindestens so lange gewählt werden, wie ein finanzieller Absicherungsbedarf besteht.

Autor:

Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.